Vom 22. bis 28. September verwandelte sich die Schul-Sportanlage Castello in Düsseldorf in ein Zentrum für Weltklasse-Padel. Das German PP2 Turnier brachte internationale Stars wie Tapia, Lebrón und Co. in die Rheinmetropole – und bot gleichzeitig eine intime Nähe zwischen Spielern, Publikum und Volunteers, wie man sie sonst nur selten erlebt. Aus Düsseldorf berichtet Alberto de Vicente Chico für Padeleros.
Die Turnierwoche begann auf drei aufgebauten Courts für die Qualifikationstage und die Turnierunden eins bis drei. Ab Mittwoch standen der Centrecourt und ein zweiter Platz bereit – ab Donnerstag konzentrierte sich das Geschehen dann auf den Hauptplatz. Die Anlage selbst präsentierte sich großzügig: Parkplätze waren ausreichend vorhanden, sogar ein Untergeschoss stand zur Verfügung.
Volunteers & Community:
Besonders hervorzuheben ist die starke Präsenz freiwilliger Helfer, viele davon aus der Padel-Community rund um Düsseldorf, einer der lebhaften Padel-Spots Deutschlands. Sie sorgten für Sicherheit, Orientierung und eine herzliche Atmosphäre. Zwei Container – einer für den Deutschen Padel Verband (DPV), einer für Ausrüster NOX – flankierten das Außengelände. Innen gab es separate Kantinen für Spieler, Staff und Publikum. Letztere boten klassische Snacks wie Chips, Pommes, Brezeln und Bier – bodenständig und charmant.
Die Zuschauerzahlen stiegen im Laufe der Woche: Während Montag und Dienstag noch ruhig verliefen, füllte sich der Centrecourt am Mittwochabend spürbar. Eine kuriose Szene spielte sich ab, als deutsche Spieler auf dem Sidecourt für ordentlich Lärm sorgten – lautstark, leidenschaftlich, fast schon „paranoid“, wie ein Besucher schmunzelnd meinte. Ein kleiner Kontrast zur sonst eher diskreten Turnieratmosphäre.
Spieler zum Anfassen: Superstars ganz nah
Ein echtes Highlight war die Nähe zu den Profis. In den ersten Tagen saßen viele Spieler direkt in der Tribüne – ruhig, beobachtend, oft mit ihren Trainern. Man konnte Matches aus nächster Nähe verfolgen, ohne dass die Stars von Fans bedrängt wurden. Kein Selfie-Hype, keine Autogrammjagd – stattdessen Respekt und Zurückhaltung. Wer die Szene kennt, erkannte viele Gesichter auf der Anlage, auch hin und wieder abseits der Courts.
Viele Top-Ten-Athleten wie bei den Männern waren nach Düsseldorf gekommen, bei den Herren unter anderen Augustin Tapia, Juan Lebrón, Arturo Coello, Franco Stupaczuk, und bei den Damen Bea Gonzales, Gemma Triay, Delfina Brea, Claudia Fernandez – sie waren in Düsseldorf gemeldet und sorgten von Beginn an für ein Padel-Turnier auf höchstem Niveau.
Sportlich: Favoriten souverän, Deutsche mit Kampfgeist
Die ersten Matches verliefen erwartungsgemäß deutlich: Die Topspieler setzten sich meist mit 6:0, 6:1 oder ähnlichen Ergebnissen durch – auch gegen deutsche Teams. Dennoch waren die Begegnungen spannend, die Atmosphäre elektrisierend, und das Niveau durchweg Premier Padel-würdig.
Bei den Herren und Damen stehen die acht besten Paarungen der Welt im Viertelfinale. Die Matches am Freitag markieren den Übergang zur heißen Phase – mit Blick auf die Halbfinals am Samstag und das große Finale am Sonntag.
Übrigens: Das Turnier wird übrigens komplett auf Redbull-TV übertragen.
Die finalen Ergebnisse findet Ihr dann nach dem Turnier hier.



