Der Finaltag der Comunidad de Madrid P1 war ein emotionaler Abschluss im Movistar‑Arena. Madrid verabschiedete Ale Salazar, die in ihrer Heimatstadt zum letzten Mal ein Profi‑Turnier spielte – ein Moment, der die Halle spürbar bewegte. Davor und danach wurden zwei Endspiele ausgetragen, beide über drei Sätze, beide mit jener Intensität, die ein P1‑Finaltag braucht. Am Ende jubelten Delfi Brea und Gemma Triay bei den Frauen sowie Fede Chingotto und Ale Galán bei den Männern. Ein spektakulärer Auftakt für die zweite Saisonhälfte, die direkt mit dem Paris Major weitergeht.

Bei den Frauen holten Brea und Triay ihren sechsten Titel des Jahres. Nach einem verlorenen ersten Satz im Tiebreak und einem 2:3‑Rückstand im zweiten drehten sie das Match gegen Paula Josemaria und Bea Gonzalez mit vier Spielen in Serie.
Im dritten Satz sorgten zwei Breaks – früh im dritten Spiel und erneut im neunten – für die Entscheidung. Für Gemma Triay war der Sieg besonders bedeutend: Mit nun 58 Titeln zieht sie in der ewigen Rangliste mit Ale Salazar gleich. „Gewinnen in Spanien, vor unseren Familien, ist etwas Besonderes“, sagte sie nach dem Match. Delfi Brea ergänzte, wie wichtig es sei, auch an schlechten Tagen die eigenen Gefühle zu drehen – und wie sehr sie sich auf ihr Team verlassen könne.
Auch das Männerfinale ging über drei Sätze. Coki Nieto und Mike Yanguas, die nach zwölf verlorenen Halbfinals im Vorjahr nun ihr erstes Premier‑Padel‑Turnier als neues Duo spielten, boten Chingotto und Galán lange Paroli. Nach einem 4:6 im ersten Satz drehten sie den zweiten mit zwei Breaks in Folge und holten ihn 7:5. Im dritten Satz war es schließlich der neunte Spielgewinn, der alles entschied: Chingotto und Galán nutzten dort ihren dritten Break aus insgesamt 24 Möglichkeiten und machten den Titel mit 6:4 5:7 6:4 perfekt. Es ist ihr siebter Triumph der Saison, nur einer weniger als Coello/Tapia.
Galán sprach von der besonderen Bedeutung, in Madrid zu gewinnen, Chingotto lobte die Atmosphäre und das Turnier von Nieto und Yanguas. Ein Finaltag, der sportlich wie emotional alles bot – und der die Bühne frei macht für Roland Garros.
Fotos: Padel FIP



