Eine Padel-Erfahrung, die man so schnell nicht vergisst: Padel spielen auf einem Kreuzfahrtschiff. Ja, wirklich – oben auf Deck 12 der Explora Journeys III, noch eine Treppe höher, steht ein voll eingezäunter Court, der sowohl für Pickleball als auch für Padel genutzt wird. Und genau dort habe ich gespielt.
Der Belag ist etwas schneller als gewohnt – logisch, weil er auch für Pickleball ausgelegt ist – aber das ändert nichts am Spaß. Im Gegenteil: Das Setting macht alles wett. Zusammen mit einem Spanier, einem Mexikaner und einem Italiener wurde es zu einer internationalen Mini‑Session über dem offenen Meer.
Smashes aus dem Court lässt man lieber bleiben. Nicht wegen der Regeln, sondern wegen des Ballschwunds. Auf hoher See verabschiedet sich ein Ball schneller, als man „Vamos“ sagen kann.
Auch der Seegang ist ein Faktor, den man erst einmal unter Kontrolle bekommen muss. Überraschend: Es geht erstaunlich gut. Der Wind hingegen pfeift oben auf dem Deck ordentlich und sorgt für Flugbahnen, die man so auf keinem Landplatz erlebt. Vorteil: Die Pickleball‑Spieler haben bei solchen Bedingungen gar nicht erst angetreten.
Aber am Ende ist das alles egal. Padel auf einem Kreuzfahrtschiff zu spielen ist einfach nur großartig. Eine völlig neue Perspektive auf den Sport, ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Chaos – und jede Menge Spaß.
Ich würde es jederzeit wieder machen.
Bericht und Fotos von Matz Bruckschen, veröffentlicht von Christian Bonk.



